Die 40-jährige Douglasie hat einen Durchmesser von 40 cm und ist 25 m hoch.

Wie ermittle ich Durchmesser und Höhe eines Baumes?

Der Durchmesser spielt für alle forstlichen Überlegungen eine entscheidende Rolle. Am häufigsten wird mit der Holzmesskluppe der Durchmesser ermittelt. Der Durchmesser des stehenden Baumes wird in einer Höhe von 1,3 m hangoberseits gemessen. Man spricht vom Brusthöhendurchmesser (BHD). Wenn man keine Kluppe zur Hand hat, kann man den Durchmesser auch mit dem Maßband ermitteln. Dabei wird der Umfang in einer Höhe von 1,3 m (hangoberseits) gemessen. Für den Brusthöhendurchmesser wird der gemessene Umfang durch die Zahl π (=3,1416) dividiert.

Für die Höhenmessung wird ein handelsübliches Lineal (z. B. 30 cm) verwendet. Zuerst lehnen Sie ein Bezugsmaß in der Länge von 3 m (wie etwa ein Stab oder eine ausklappbare Messlatte) an den zu messenden Baum an, dann gehen sie zirka eine Baumlänge vom Baum weg und visieren ihn so an, dass 3 cm auf dem Lineal den 3 m auf dem Stab oder Messlatte entsprechen. Bei der Visur in den Wipfel ist es nun möglich auf der cm-Skala des Lineals die Baumhöhe in m abzulesen.

Messung der Baumhöhe

  • Die Messung erfolgt vom Wurzelanlauf bis zum oberen Ende des Wipfels.
  • Schiefstehende Bäume müssen für die Messung gedanklich geradegestellt werden.
  • Bei Laubbäumen ist darauf zu achten, dass die Höhe nicht überschätzt wird. Daher sollten Laubbäume im obersten Drittel der Krone anvisiert werden. Laubbäume sollten, wenn möglich, im Winter gemessen werden.
  • Für eine möglichst exakte Messung ist zu beachten, dass der Visurwinkel in den Baumwipfel nicht zu steil sein sollte.
  • Der Standpunkt sollte die 1-1½-fache Baumhöhe entfernt sein.
  • Der Baumwipfel und der Stammfuß sollten gut sichtbar sein.
  • Bei geneigtem Gelände sollte man immer oberhalb des Stammes stehen.
  • Die Entfernung zum Stamm sollte in der Horizontalen (waagrecht) gemessen werden.
  • Bei Unklarheiten sollte die Messung wiederholt werden.
Visurwinkel ist jener Winkel der Visur nach oben bei der Baumhöhenermittlung. Je steiler der Winkel, desto „schleifender“ der Schnittpunkt der Visurachse mit der Baumachse, das heißt, desto ungenauer die Messung.