Wie verändert die Klimaerwärmung den Wald?

In Österreich wachsen rund 3,4 Milliarden Bäume von 65 verschiedenen Baumarten, die im Forstgesetz als Waldbäume gelten (also keine Ziergewächse aus Gärten). Die mit Abstand am häufigsten vorkommende Baumart ist die Fichte. Sie gilt als Brotbaum der Forstwirtschaft, weil sie keine großen Ansprüche an den Standort stellt, schnell wächst und ihr Holz vielseitig zu verwenden ist. Da sie flach wurzelt, braucht sie aber eine gute Wasserversorgung. Weil durch die Klimaerwärmung viele Standorte trockener werden, verliert die Fichte zunehmen an Lebensraum.

Was aber nicht bedeutet, dass der Wald verloren ist. Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer können Baumarten setzen, die mit den prognostizierten Bedingungen besser zurechtkommen. Dazu gehören auch Baumarten, die heute noch nicht in Österreich vorkommen. Die Veränderung des Klimas bringt eine Änderung der Baumartenzusammensetzung mit sich, die auf natürlichem Weg mehrere Jahrzehnte dauern würde. Die Forstwirtschaft kann dem Wald bei diesem Prozess unterstützen und die Anpassung an die Klimaerwärmung durch waldbauliche Maßnahmen beschleunigen.

Europaweit wird Laubholz an Bedeutung gewinnen.