Diese Tanne hatte keine Probleme mit dem Spätfrost und ist gut angewachsen.

Wie viele Bäumchen soll ich auf einer Fläche pflanzen?

Wird mit Jungpflanzen aufgeforstet, ist der Pflanzbedarf zu ermitteln. Dieser ergibt sich aus der Division von aufzuforstender Fläche durch die benötigte Fläche je Pflanze. Die benötigte Fläche ist vom Pflanzverband abhängig und wird durch Pflanzabstand und Reihenabstand bestimmt. Wichtig für die Bestandesentwicklung ist die Art der Baumartenmischung.

Empfohlene Pflanzverbände bei Nadelbäumen:

2,5 x 2,5 m oder 2,5 x 3,0 m oder 3,0 x 1,8 m = 1.200 – 2.000 Stück/ha

Empfohlene Pflanzverbände bei Laubbäumen:

Laubholz sollte vor allem in Trupps gepflanzt werden. In den Trupps stehen beispielsweise 25 Bäume immer der gleichen Baumart in einem engen Abstand (z.B. 1 m für Eiche und Buche sowie 2 m für Edellaubhölzer). Die Trupp-Größe entspricht dabei in etwa dem Standraum eines Baumes im Endbestand (10 – 12 m). Somit ergeben sich 80 Trupps am Hektar.

Die Wahl des Pflanzverbandes hängt auch von der Intensität der Pflegemaßnahmen ab. Je häufiger Pflegemaßnahmen gesetzt werden, desto größer kann der Pflanzverband gewählt werden. Früher wurden wegen des im Vergleich zu heute schlechten Forstpflanzenmaterials oft 4.000 bis 10.000 Pflanzen/ha gesetzt. Ergebnis dieser zu dichten Pflanzungen sind Stangenholzbestände, die mit einem hohen Arbeitsaufwand und großem Anfall an minderwertigem Holz durchforstet werden müssen. Diese zu dichten Bestände sind außerdem extrem durch Schneebruch gefährdet. Mit weiteren Verbänden spart man Pflanzen- und Arbeitskosten und erreicht zudem stabilere, zuwachsreichere Bestände, die bei der Durchforstung einen höheren Anfall an wertvolleren Sortimenten ergeben.