Wo wird es zu trocken für den Wald?

Die Klimaerwärmung führt in Teilen Österreichs zu verbesserten Wachstumsbedingungen im Wald. Standorte, die jetzt schon zu Trockenheit neigen, können jedoch schnell zu Problemstandorten werden.

Mit Schäden ist vor allem zu rechnen, wenn Bäume unzureichend wasserversorgt sind und die Kühlung durch Verdunstung wegen zu hohen Temperaturen nicht möglich ist. Der Schätzung des Wasserangebots im Jahresverlauf kommt daher große Bedeutung zu. In einer deutlich wärmeren Welt ist auf einem erheblichen Teil des Waldes in Ostösterreich mit Problemen durch Trockenheit zu rechnen.

Die bereits bekannten Problemregionen im Osten Österreichs werden deutlich größer, dazu kommen punktuell Standorte im Klagenfurter Becken, Mühlviertel, in den östlichen Randalpen, im Grazer Becken sowie in den Innenalpen.

Bergwälder könnten zu den Gewinnern des Klimawandels zählen. Im Gebirge wird es eigentlich früher im Jahr kälter und somit das Baumwachstum eingestellt. Durch die wärmeren Temperaturen, die der Klimawandel laut Prognosen mit sich bringen wird, verlängert sich also die Wachstumsperiode für Gebirgswälder, vorausgesetzt, es stehen genügend Nährstoffe und ausreichend Wasser zur Verfügung.