Wie kann ich die Naturverjüngung sinnvoll nutzen?

Die Naturverjüngung ist die natürlichste und billigste Form der Waldverjüngung. Voraussetzung für das Aufkommen eines natürlichen Anflugs (Anflug von leichten Samen wie Fichte, Lärche) oder Aufschlags (Aufschlag von schweren Samen wie Buche, Eiche) sind:

  • standortsangepasste Samenbäume (Samenjahre ausnützen!),
  • ein aufnahmefähiger Boden (Keimbett) und
  • das nötige Kleinklima (Licht, Feuchtigkeit).

Die einzelnen Baumarten haben bei der Naturverjüngung verschiedene Ansprüche hinsichtlich Boden und Licht. Sie müssen diese Ansprüche genau beachten, um in dem folgenden Waldbestand die richtigen Baumarten zu bekommen.

So verjüngen sich Kiefer, Lärche und Birke meist auf Freiflächen, Tanne und Buche im Schatten des Altholzes und Fichte im Halbschatten des Waldsaumes. Daher wird durch den Kahlschlag eher Kiefer, Lärche und Birke, durch die Einzelstammentnahme Tanne und Buche und durch den Saumschlag eher die Fichte begünstigt.

Naturverjüngung sollte vor allem dort gefördert werden, wo sie bereits vorhanden ist und Nutzungen zweckmäßig sind. Jedoch muss man die Herkunft der Samen auch hinterfragen. Sind jene Bäume, die sich hier gerne verjüngen auch die richtigen für diesen Standort? Oder verjüngen sich hier Bäume, die vielleicht mit zukünftigen Bedingungen Probleme haben werden?

Kennen Sie die Herkunft des Altbestandes? Nach welchen Kriterien wurden die Bäume damals ausgewählt? Heute sollten Bäume nicht mehr nur gute Wuchsleistung aufweisen, sondern in erster Linie an den Standort passen, damit sie ihr Leben lang gesund und stabil wachsen können.

So fördern Sie das Aufkommen einer Naturverjüngung:

  • Freistellen bzw. Belassen von Samenbäumen
  • Bodenverwundung (in Samenjahren)
  • Richtige Hiebsführung (Schlägerung am richtigen Platz)

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